Tacho-Probleme + Fehler

Hier einige häufige Tachofehler und Probleme:

Zinkpest
Die alten Zinklegierungen von damals sind sehr schlecht. Früher hatte man nämlich mit den Materialproblemen und der Materialknappheit durch den Krieg und der Unwissenheit in der Verarbeitung von Legierungen zu kämpfen. Grund allen Übels war die Verarbeitung von unreinen Zink / Blei - Legierungen in dieser Zeit. Durch elektrische Potentiale im Materialgefüge und damit verbundene lokale Spannungsunterschiede in der Legierung kommt es zu Oxidation und Rekristallisation im Material. Der Guss "wächst" und dehnt sich aus. Dies führt zu Rissbildung und Wellen im Guss. Der Zerfall ist vorprogrammiert und nur noch eine Frage der Zeit. Daraus resultierende Probleme in der ersten Stufe sind meist das Klemmen von Wellen und dadurch die Zerstörung der kleinen Zahnräder. In der zweiten Stufe ist das Bauteil total zerbröselt. Hier hilft nur ein nachgefertigtes Bauteil noch. Voraussetzung dafür ist ein intaktes Bauteil als Vorlage. Ich lasse diese Teile mit einem modernen Verfahren in Kunststoff nachfertigen.
Wassereinbruch
Durch defekte Dichtungen und Gläser kann Wasser in den Tacho eindringen. Bleibt dieses im Tacho umbemerkt stehen, können durch Rost große Schäden entstehen.
Eingriff unfachmännisch mit nicht passenden Werkzeugen
Wir haben es bei Tachometern mit feinmechanischen Geräten zu tun! Der Nichtfachmann sollte hier keine eigenen Versuche starten, denn meist hat man bei den alten Tachos nur einen Versuch. Der Fachmann kennt sich hiermit aus, hat das nötige Fachwissen sowie Erfahrung und er hat auch die vielen passenden Spezialwerkzeuge.

Verschmutzungen + Verschleiß

Im Laufe der Jahre tritt im Tacho an den sich drehenden Bauteilen nachtürlich auch Verschließ auf. In Verbindung mit verharzten und verknisteten Fetten kann es hier auch zu Schwergängigkeiten kommen. Diese sind meist einfach durch Demontage, anschließender Vorreinigung mit Waschbenzin und Feinreinigung im Ultraschallbad zu beheben. Weiterhin finde ich auch oft lose Pressverbindungen Nabe-Welle z.B. Hauptwelle -> Magnetrad, Antriebswelle -> Mitnehmerrad im Zählwerk.
Folgeschäden
Stellt man irgendwelche Problem am Tacho fest, sollte man die Tachowelle komplett vom Tacho oder Tachoantrieb trennen um noch weitere Folgeschäden durch den Betrieb zu vermeiden. Das Zauberwort lautet hier Schadensbegrenzung!
Defekte Ringe, Gläser, Zifferblätter und Zeiger
Diese Bauteile werden mit dem Alter durch Sonnenlicht und Wettereinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen. In der Regel wird bei jeder Reparatur der Chromring erneuert. Gläser und Zifferblätter sind in der Regel auch als Nachfertigung beschaffbar. Der Zeiger wird meistens nur neu lackiert.
Übermäßige Schmierung an Antieb und Tachowelle

Oftmals wird versucht den unruhigen Tacholauf (Pendeln und Springen der Tachonadel) durch Abschmiermaßnahmen zu begegnen. Hierbei ist auch gewisse Vorsicht geboten und manchmal hift hier weniger eher mehr. Nicht immer ist die Tachowelle hier das Problem. Zu diesem Thema habe ich schon einige total mit Fett gefüllte Tachos auf der Werkbank gehabt. Großes Fragezeichen wie soviel Fett in den Tacho gelangen kann??
Erklärung/ Vermutung:
Durch zu heftige und gut gemeinte Fettschmierung am Antrieb und Tachowelle wird das zu viele Fett über die sich drehende Sehle ich der Tachowelle durch ihre Wickelstuktur der einzelen Drähte bedingt, wenn der Drehsinn passt, über den Effekt einer “archimedischen Schraube" mit dem entsprechenden Nachdruck gnadenlos in das Innere des Tachos gefördert wird. Das geht solange gut, bis iregend welche Spiele reduziert sind, das Fett mehr wird und der Tacho anfängt zu spinnen.

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